CMD-Behandlung.

Knacken, Reiben, Schmerzen beim Kauen oder eine eingeschränkte Mundöffnung können auf eine Funktionsstörung des Kiefergelenks hinweisen – eine sogenannte craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Wir klären die Ursachen sorgfältig ab und behandeln gezielt. Dabei betrachten wir das gesamte System – von Kiefergelenken und Muskulatur bis zu Zunge und Atmung.

  • Funktionsdiagnostik
  • Aufbissschiene
  • Botulinumtoxin
  • Ganzheitlich
Anatomisches Schädelmodell mit Kiefergelenk in der Seitenansicht

( CMD-Behandlung )

Wenn Kiefer und Muskeln aus dem Gleichgewicht geraten.

Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zähne arbeiten als fein abgestimmtes System zusammen. Passen Biss, Gelenkposition und Muskelspannung nicht zueinander, können Beschwerden entstehen – im Kiefer selbst, aber auch als Kopf-, Gesichts- oder Nackenschmerzen.

Häufige Auslöser sind ein Fehlbiss, nächtliches Zähneknirschen oder -pressen sowie Stress. Am Anfang steht deshalb eine gründliche Funktionsdiagnostik. Darauf aufbauend entlasten wir Gelenke und Muskulatur und behandeln, wo nötig, die Ursache im Biss.

Auch Zunge, Atmung und Haltung wirken mit und beeinflussen, ob ein Ergebnis langfristig stabil bleibt. Deshalb schauen wir über die Zahnstellung hinaus und stimmen uns, wo sinnvoll, mit Ihrer Zahnarztpraxis und anderen Fachrichtungen ab.

CMD-Behandlung
CMD-Behandlung

( Auf einen Blick )

Das spricht dafür.

  • 01

    Gründliche Diagnostik

    Untersuchung von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Biss – ergänzt durch Röntgen.

  • 02

    Individuelle Aufbissschiene

    Eine passgenau gefertigte Schiene entlastet Gelenke und Muskeln und schützt die Zähne beim Knirschen.

  • 03

    Ursachen behandeln

    Liegt ein Fehlbiss zugrunde, kann eine kieferorthopädische Korrektur für dauerhafte Entlastung sorgen.

  • 04

    Botulinumtoxin-Therapie

    Bei stark verspannter Kaumuskulatur oder ausgeprägtem Zähnepressen kann eine gezielte Injektion von Botulinumtoxin die Muskeln entspannen und Beschwerden lindern – ergänzend zur Schiene.

  • 05

    Zunge & Atmung

    Eine ungünstige Zungenlage oder häufige Mundatmung können Fehlstellungen begünstigen – wir beziehen beides in die Diagnose ein.

  • 06

    Im Netzwerk

    Bei Bedarf arbeiten wir mit Ihrer Zahnarztpraxis, Physiotherapie, Logopädie oder HNO zusammen.

( Gut zu wissen )

Wann sollten Sie Ihr Kiefergelenk untersuchen lassen?

Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen eines oder mehrere dieser Anzeichen bekannt vorkommen:

  • Knacken, Reiben oder Springen im Kiefergelenk
  • Schmerzen beim Kauen, Gähnen oder Sprechen
  • Eingeschränkte oder schiefe Mundöffnung
  • Nächtliches Zähneknirschen oder -pressen
  • Häufige Kopf-, Gesichts- oder Nackenschmerzen
  • Wiederkehrende Fehlstellungen nach einer früheren Behandlung

( Ablauf )

CMD-Behandlung – Schritt für Schritt.

  1. 01

    Anamnese

    Wir sprechen ausführlich über Ihre Beschwerden, deren Verlauf und mögliche Auslöser.

  2. 02

    Funktionsbefund

    Wir untersuchen Gelenke, Muskulatur und Biss und dokumentieren die Befunde digital.

  3. 03

    Entlastung

    Eine individuelle Aufbissschiene – bei Bedarf ergänzt durch eine Botulinumtoxin-Behandlung – lindert akute Beschwerden.

  4. 04

    Langfristige Lösung

    Ist der Biss die Ursache, planen wir gemeinsam die passende kieferorthopädische Korrektur.

( Kosten )

Was übernimmt die Kasse?

Ob und in welchem Umfang die Krankenkasse die Funktionsdiagnostik und eine Aufbissschiene übernimmt, hängt von Befund und Versicherung ab.

Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie eine transparente Übersicht über Kassenleistungen und mögliche private Kosten.

Eine Behandlung mit Botulinumtoxin ist in der Regel keine Kassenleistung; die Kosten besprechen wir vorab mit Ihnen.

Gute Fragen, klare Antworten

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an oder fragen Sie beim ersten Termin.

Ist Kieferknacken gefährlich?

Gelegentliches Knacken ohne Schmerzen ist meist harmlos. Kommen Schmerzen, Verspannungen oder eine eingeschränkte Mundöffnung hinzu, sollte das Kiefergelenk untersucht werden.

Wie lange muss ich eine Aufbissschiene tragen?

Meist wird die Schiene nachts getragen. Wie lange, richtet sich nach Ihren Beschwerden – wir kontrollieren den Verlauf regelmäßig und passen die Schiene bei Bedarf an.

Kann eine Zahnspange bei Kiefergelenkbeschwerden helfen?

Wenn ein Fehlbiss die Beschwerden mitverursacht, kann eine kieferorthopädische Behandlung die Kiefergelenke dauerhaft entlasten. Ob das bei Ihnen sinnvoll ist, klären wir nach der Funktionsdiagnostik.

Wann ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll?

Wenn die Kaumuskulatur trotz Schiene stark verspannt bleibt oder Sie sehr kräftig pressen und knirschen, kann Botulinumtoxin die Muskeln vorübergehend entspannen. Die Wirkung hält in der Regel einige Monate an. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, besprechen wir ausführlich nach der Untersuchung.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein, Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Vorhandene Befunde oder Röntgenbilder bringen Sie gern mit.